Mein Weg begann nicht mit Konzepten, sondern mit Geschichten.
Über Übergänge, innere Bewegungen und die Frage, wie persönliches Leben und gesellschaftliche Strukturen zusammenhängen.

Der Anfang – das Zuhören
Ich habe früh gelernt, zuzuhören.
Nicht im Sinne eines Interviews – sondern im Sinne eines wirklichen Daseins bei den Geschichten anderer Menschen.
Als Redakteurin für den Bayerischen Rundfunk in der Sendereihe Lebenslinien durfte ich viele Jahre lang Menschen an Wendepunkten ihres Lebens begleiten: in Momenten des Verlusts, des Aufbruchs, der Neuorientierung, des Scheiterns und des Neubeginns.
Dort habe ich verstanden:
Übergänge sind nie nur individuell. Sie sind immer auch ein Spiegel der Zeit, in der wir leben.
Vom Erzählen zum Verstehen
Aus dem Erzählen wurde mit der Zeit das tiefer gehende Verstehen.
Ich wollte nicht nur wissen, was Menschen erleben – sondern warum gewisse Erfahrungen in bestimmten Lebensphasen so häufig, so still oder so unsichtbar bleiben.
Mein Weg führte mich zur Soziologie.
Dorthin, wo individuelle Biografien und gesellschaftliche Strukturen sich berühren.
Seitdem beschäftige ich mich mit Lebensphasen, mit Brüchen, mit weiblichen Übergängen, mit Arbeit, Gesundheit, Alter, Fürsorge – und mit all den Bedingungen, die diese Themen prägen.


Der Blick weitet sich – von der Einzelgeschichte zur Gesellschaft
Mit der Zeit wurde mir immer klarer:
So viele persönliche Geschichten ähneln sich nicht zufällig. Sie folgen Mustern. Sie sind eingebettet in politische, wirtschaftliche und kulturelle Strukturen.
Aus dieser Erkenntnis heraus entstand später the-change.org – als interdisziplinäre Plattform für genau diese Übergänge: wissenschaftlich, gesellschaftlich, praktisch.
Doch mein eigener Weg blieb immer verbunden mit der einzelnen Person, mit ihrer Geschichte, ihrem inneren Ringen, ihrem Mut zur Veränderung.
Heute - zwischen Öffentlichkeit und Nähe
Heute bewege ich mich bewusst zwischen zwei Welten:
-
der öffentlichen Welt von Diskursen, Bühnen, politischen Prozessen und organisatorischen Strukturen
-
und der leisen Welt persönlicher Übergänge, in der Veränderung nicht diskutiert, sondern erlebt wird
Beide Welten brauche ich.
Die eine, um gesellschaftlich wirksam zu sein.
Die andere, um geerdet zu bleiben
Nähe als Resonanzraum
Neben meiner öffentlichen Arbeit begleite ich Menschen in ausgewählten Formaten durch Zeiten des Wandels – in Retreats, Gruppenprozessen und zeitlich begrenzten individuellen Begleitungen.
Diese Räume sind bewusst klein gehalten.
Sie brauchen Präsenz, Zeit und Vertrauen.
Hier geht es nicht um Optimierung, sondern um innere Klärung, um Neuverortung, um den nächsten stimmigen Schritt.
Die Nähe zu diesen Prozessen nährt meine gesellschaftliche Arbeit – und umgekehrt.
Ich glaube nicht an schnelle Lösungen.
Ich glaube an Prozesse.
Ich glaube an das langsame Zusammenfügen von innerer Bewegung und äußerer Veränderung.
Veränderung ist für mich kein Zielzustand, sondern ein Weg.
Kontakt
Jeder Wandel beginnt im Dialog
Ich freue mich auf den Austausch
